Ein Geheimnis selbstbewusster Menschen

25. Juni 2017

Was Sie sich von Menschen mit einem guten Selbstwertgefühl abschauen können.

Selbstbewusste Menschen unterscheiden sich von Menschen mit geringem Selbstwertgefühl unter anderem durch Ihre Art zu denken. Eines ihrer wertvollen Geheimnisse will ich Ihnen heute verraten.

 

Einen sensiblen Menschen kann ein Wort, manchmal ein einziger Ton, ein bestimmter Blick oder eine Geste wie ein Pfeil treffen. Er fühlt sich verletzt und denkt mitunter sogar, er sei wertlos. Schwächende Gefühle werden wach, Gefühle der Trauer, ja der Verzweiflung ausgelöst.

Dieser Mensch kämpft dann mit seinen Empfindungen und versucht sein seelisches Gleichgewicht wiederzuerlangen. Doch zermürbende Gedanken bohren sich in das empfindsame Herz.

Falls es Ihnen manchmal ähnlich ergeht, möchte ich Ihnen folgende Anregung mit auf den Weg geben:

Nicht alles gleich persönlich nehmen.

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl unterscheiden sich in einem ganz entscheidenden Punkt von selbstbewussten Menschen: Sie neigen dazu, die Verhaltensweisen anderer auf sich zu beziehen, und denken, dass sie jedenfalls mit ihnen zu tun haben. Sie suchen die (negativen) Ursachen bei sich.

“Was habe ich getan?“

Ein Beispiel aus dem Alltag: Eine Nachbarin grüßt heute nur flüchtig.

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl fragen sich in dieser Situation spontan und oft ganz unbewusst:

„Was habe ich getan?“

Sie suchen bei sich einen möglichen Grund für das Verhalten anderer, werten sich selbst ab und kämpfen dann mit Gefühlen der eigenen Minderwertigkeit.

Selbstbewusste Menschen fragen sich:

„Was hat sie denn?“

Für sie ist klar, dass das Verhalten der anderen Person nichts mit ihnen und schon gar nichts mit ihrem Wert zu tun hat. Sie wenden sich rasch wieder sich selbst und ihrem eigenen Leben zu.

Kurzum: Selbstbewusste Menschen können sich gedanklich rasch von Worten und körpersprachlichen Signalen (Blick, Ton, Gestik, Mimik) anderer und den damit transportierten Botschaften distanzieren. Das macht sie frei und unabhängig, was sich positiv auf ihr Wohlbefinden auswirkt.

Aus der psychologischen Ideenschatztruhe

„Wer die Perspektive ändert,
sieht die Dinge in einem ganz anderen Licht.“
– Karl Friedrich Schinkel

Welch weise Worte. In diesem Sinne: Nehmen Sie in vergleichbaren Situationen einen Perspektivenwechsel vor. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die andere Person, indem Sie sich folgende Frage stellen:

„Was hat sie/er?“

Suchen Sie nach einer Erklärung unabhängig von Ihrer eigenen Person.

Mögliche Ursachen zum Beispiel für das Verhalten der Nachbarin (flüchtiges Grüßen):

  • „Sie hat es eilig.“
  • „Sie hat gerade andere Dinge im Kopf.“
  • ev. ergänzend: „…, das hat mit mir nichts zu tun.“

Dabei geht es nicht darum die wahre Ursache herauszufinden. Sondern möglichst rasch von quälenden Grübeleien los zu kommen und sich von bedrückenden Gefühlen zu befreien.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!

Herzlich
Ihre
Simone Fröch

Für spürbar mehr Lebendigkeit, Leichtigkeit und Lebensfreude.


Anmerkung: Nichts hilft immer. Manchmal liegen die Ursachen tiefer in der individuellen Lebensgeschichte. Dann bietet sich die Möglichkeit eines Coachings an, um der gewünschten Veränderung in Begleitung einer Expertin Schritt für Schritt näher zu kommen.

Bild: © reaschiffer.at